Kreislaufwirtschaft

Im heutigen Wirtschaftssystem sind die meisten Prozesse linear: Rohstoffe werden extrahiert, zu Produkten verarbeitet, diese werden genutzt und schliesslich entsorgt. Wenn man bedenkt, dass wir nicht über endlos viel Rohstoffreserven verfügen, wird klar, dass dieses System irgendwann an seine Grenzen stossen wird.

Kreislaufwirtschaft scheint deshalb das Gebot der Stunde zu sein: Produkte und Rohstoffe so lange als möglich im Kreislauf halten und immer wieder verwenden. Was das jedoch genau bedeutet, muss für jedes einzelne Produkt, für jedes Unternehmen und für jede Wertschöpfungskette individuell definiert werden.

MEHR ALS RECYCLING

Kreislaufwirtschaft ist nicht nur Recycling, auch wenn das natürlich dazu gehört. Kreislaufwirtschaft setzt schon beim Design von Produkten und Dienstleistungen an: Wie kann ich zum Beispiel ein Haus bauen, das höchsten Ansprüchen genügt, welches aber nach seiner Lebensdauer problemlos in seine Einzelteile zerlegt werden kann, damit diese für das nächsten Projekt wieder zur Verfügung stehen? Auch die Geschäftsmodelle müssen neu gedacht werden: Wie sieht der kreislauffähige Business-Case aus, der mir einen Wettbewerbsvorteil verschafft?

Die Abteilung Energie & Ressourcen des Gewerbeverbandes nimmt sich diesen Fragen an und engagiert sich unter anderem im Projekt Circular Cities Switzerland. Basel gehört dabei zu den Pionieren und man darf erwarten, dass sich in der Region neue Geschäftsmöglichkeiten ergeben werden.