UWP Sammelstiftung: Gut für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet

09.11.2018

Am 24. September hat das Schweizer Stimmvolk eine zugegebenermassen schlechte Rentenreform abgelehnt. Im gleichen Atemzug muss man aber konstatieren, dass die Herausforderungen geblieben sind, denen man mit der Altersreform 2020 begegnen wollte. Diese müssen dringend gelöst werden.

Zu den dringendsten Herausforderungen gehören unter anderem der mittlerweile lächerlich anmutende BVG-Mindestumwandlungssatz von 6,8 Prozent, aber auch die zukünftig nicht mehr ausreichenden BVG-Mindestsparbeiträge. Die Schweiz scheint reformunfähig. Müssen wir uns Sorgen machen um unsere Pensionskassen?
Die Antwort lautet grossmehrheitlich: Nein.

SPIELRAUM VORHANDEN

Sie mögen sich nun fragen, wie das denn sein kann, wenn doch die eben beschriebenen Parameter so weit von der Realität entfernt sind? Grund dafür ist, dass die Mütter und Väter unseres Vorsorgegesetzes in weiser Voraussicht das Gesetz sehr offen gestaltet und nur Minimalleistungen definiert haben. Wenn also eine Pensionskasse höhere Leistungen versichert als das gesetzliche Minimum (sogenannte überobligatorische Leistungen), dann verschafft sie sich damit Freiraum, um ihre kasseneigenen Parameter trotz der im Gesetz unverändert schiefen Zahlen technisch korrekt respektive sinnvoll festlegen zu können.Allerdings muss eine Pensionskasse erstens als sogenannte umhüllende Kasse organisiert sein, damit sie von diesem Freiraum bestmöglich Gebrauch machen kann. Und zweitens eben höhere Leistungen versichern als die gesetzlichen Minimalleistungen. Die Darstellung auf der Seite 21 oben soll den Unterschied erklären zwischen einer umhüllenden Kasse und einer gesplitteten Kasse.

Weil das BVG so offen gestaltet ist, haben nach dem negativen Volksentscheid viele Pensionskassen und auch Lebensversicherer begonnen, ihr Pensionskassenmodell umzustellen. Zum Beispiel die AXA, die ab 2019 keine Vollversicherungslösung mehr anbieten wird, oder die Helvetia, die vom gesplitteten Modell auf das umhüllende Modell umstellen wird. Die Basler Versicherung wiederum bietet aus den oben genannten Gründen keine BVG-Minimalpläne mehr an. Gemäss Bundesamt für Statistik sind heute nur noch rund 10 Prozent aller pensionskassenversicherten Schweizerinnen und Schweizer in sogenannten BVG-Minimalplänen versichert. Die anderen 90 Prozent sind bereits in der «besseren» Welt.

Was heisst das nun konkret für Sie als Arbeitgeber und Arbeitnehmer? Was hat eine solche Umstellung für Kostenfolgen? Dies sei an einem Beispiel illustriert für einen 40-jährigen Versicherten mit einem AHV-Lohn von 75 000 Franken pro Jahr (Beispiel unten).

Mit weniger als 100 Franken pro Monat zusätzlichen Sparbeiträgen (je 50 Franken Arbeitgeber/Arbeitnehmer) erhöhen sich die Altersleistungen bei einem durchschnittlichen Zins von 2 Prozent pro Jahr im Alter 65 um über 17 Prozent (siehe Tabelle rechts). Konkret heisst das, dass bei einem durchschnittlichen versicherten Lohn von 55 325 Franken am Ende statt 400 000 eben 470 000 Franken vorhanden sind.

UWP IST GUT AUFGESTELLT

Die UWP Sammelstiftung hat ihr Pensionskassenmodell schon vor vielen Jahren so ausgerichtet, damit die Kasse mit den gesetzlichen Vorgaben trotzdem gesund und nachhaltig funktionieren kann. Die Kasse arbeitet mit einem umhüllenden Umwandlungssatz von aktuell 5,8 Prozent. In der UWP liegen die Sparbeiträge für alle Versicherten und in allen Altern mindestens 1 Prozent-Punkt über den gesetzlichen Minimalwerten.

All diese Massnahmen führen dazu, dass a) die Versicherten im Alter mehr Kapital für sich angespart haben und b) dass jeder Versicherte in erster Linie für sich selber spart, so wie das Gesetz das vorgesehen hat, und nicht einen guten Teil seiner Beiträge für die Quersubventionierung verliert.

Bei Fragen zu Ihrer beruflichen Vorsorge stehen Ihnen der Gewerbeverband Basel-Stadt und die UWP Sammelstiftung immer gerne zur Verfügung. www.uwp.ch